Krankenkasse kündigen: Vorlagen, Muster & Beispiele

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Krankenkasse kündigen: Vorlagen, Muster & Beispiele

Du möchtest deine Krankenkasse kündigen und fragst dich, was du dafür tun musst? Hier findest du alle wichtigen Informationen zur Kündigung der Krankenkasse – von der Kündigungsfrist bis zum Inhalt des Kündigungsschreibens. Dabei kannst du auch unsere kostenlosen Kündigungs-Muster nutzen.

Kündigung Krankenkasse: Vorlagen & Muster

Für die Kündigung der Krankenkasse kannst du Muster-Vorlagen nutzen. Die Krankenkasse zu kündigen geht mit Vorlagen besonders schnell und einfach, weil du nur noch deine persönlichen Daten eintragen musst. Hier findest du Kündigungsmuster, die du kostenlos herunterladen kannst.

Vorlage / Muster: Kündigung Krankenkasse Vorlage
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Vorlage / Muster: Kündigungsschreiben Krankenkasse
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Das solltest du bei der Kündigung der Krankenkasse beachten

Eine Kündigung der Krankenkasse kann sich in verschiedenen Situationen anbieten. Vielleicht hast du ein günstigeres Angebot gefunden oder eine andere Krankenkasse deckt mehr Leistungen ab als deine bisherige. Vielleicht haben sich auch deine persönlichen Umstände geändert und du warst bisher gesetzlich versichert, möchtest dich nun aber privat versichern – oder umgekehrt.

Wenn du deine Krankenkasse kündigen möchtest, musst du eine alternative Versicherung in petto haben. In Deutschland ist eine Krankenversicherung verpflichtend. Du kannst sie entweder selbst abschließen oder über einen Angehörigen mitversichert sein.

Wegen der Krankenversicherungspflicht musst du gegenüber deiner bisherigen Krankenkasse nachweisen können, dass du weiterhin krankenversichert bist. Reiche also einen entsprechenden Nachweis dort ein, wenn du dich selbst um die Kündigung der Krankenkasse kümmerst. Über eine mögliche Versicherungslücke brauchst du dir aber keine Sorgen zu machen – falls es mit dem Wechsel aus welchen Gründen auch immer doch nicht klappt, bist du automatisch weiter über deine bisherige Krankenversicherung abgesichert.

Bevor du die Kündigung deiner Krankenkasse in die Wege leitest, solltest du prüfen, ob das überhaupt möglich ist: In der Regel kannst du deine Krankenkasse erst kündigen, wenn du mindestens zwölf Monate dort versichert warst. Das ist auch als Bindungsfrist bekannt. Bei manchen Wahltarifen kann die Bindungsfrist auch bis zu drei Jahre betragen. Erkundige dich im Zweifelsfall bei deiner Krankenkasse, ob eine Kündigung schon möglich ist.

Die Kündigungsfrist der Krankenkassen beträgt in der Regel zwei Monate. Wenn du also beispielsweise im Januar kündigst, wird die Kündigung Ende März wirksam. Übrigens: Falls Familienmitglieder über dich mitversichert sind, ist für sie keine gesonderte Kündigung nötig.

Wann besteht ein Sonderkündigungsrecht bei der Krankenkasse?

Normalerweise muss sowohl die Bindungs- als auch die Kündigungsfrist eingehalten werden, wenn eine Kündigung der Krankenkasse geplant ist. Es gibt aber Situationen, in denen du ein Sonderkündigungsrecht bei der Krankenkasse hast. Das ist dann der Fall, wenn deine Krankenversicherung erstmalig einen Zusatzbeitrag einführt oder ein schon existierender Zusatzbeitrag erhöht wird. In diesem Fall musst du die Bindungsfrist nicht einhalten. Die Kündigungsfrist von regulär zwei Monaten gilt jedoch trotzdem; eine fristlose Kündigung ist also nicht möglich.

Darüber hinaus gibt es weitere Situationen, in denen ein Sonderkündigungsrecht bei der Krankenkasse besteht. In den folgenden Fällen kannst du nicht nur die Bindungsfrist ignorieren, sondern auch die Kündigungsfrist:

  • Seit dem 1. Januar 2021 gilt: Wer den/die Arbeitgeber/in wechselt, kann auch die Krankenversicherung wechseln. Dabei musst du schnell sein, denn diese Option hast du nur, wenn du innerhalb der ersten 14 Tage im neuen Beschäftigungsverhältnis die Krankenkasse kündigst.
  • Ein Sonderkündigungsrecht bei der Krankenkasse besteht auch, wenn dein Gehalt über oder unter die Versicherungspflichtgrenze fällt und du dich deshalb privat krankenversichern kannst oder aber in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln musst.
  • Auch bei einer neu eintretenden Arbeitslosigkeit,
  • nach dem Renteneintritt,
  • nach Aufnahme eines Studiums oder dem Beginn einer Berufsausbildung,
  • wenn du dich selbständig machst oder aber von der Selbständigkeit in eine abhängige Beschäftigung wechselst ist eine Sonderkündigung der Krankenkasse möglich.

Die Bindungsfrist muss außerdem nicht einhalten, wer bislang freiwillig gesetzlich versichert war und nun zu einer privaten Krankenversicherung wechseln möchte. Die Kündigungsfrist entfällt dadurch aber nicht.

Was gilt, wenn man eine private Krankenversicherung kündigen möchte?

Du bist privat versichert und möchtest deine Krankenkasse wechseln? Auch hier gibt es in vielen Fällen Mindestversicherungszeiten, die du in deinem Vertrag nachlesen kannst. Alternativ kannst du direkt bei der Krankenkasse nachfragen, ab wann eine Kündigung der Krankenkasse möglich ist.

Die Kündigungsfrist bei der Kündigung einer privaten Krankenversicherung beträgt in der Regel drei Monate zum Ende des Versicherungsjahres, welches identisch mit dem Kalenderjahr sein kann, aber nicht muss.

In bestimmten Fällen kann bei der Kündigung einer privaten Krankenkasse außerdem ein Sonderkündigungsrecht bestehen. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn es möglich ist, mit dem/r Partner/in eine Familienversicherung zu nutzen, oder wenn du durch Unterschreiten der Versicherungspflichtgrenze versicherungspflichtig in der gesetzlichen Krankenversicherung wirst. Auch bei Beitragserhöhungen hast du ein Sonderkündigungsrecht, wenn du deine private Krankenkasse kündigen möchtest.

Krankenkasse kündigen: Wie geht es?

Um die Krankenkasse zu wechseln, muss dein bisheriger Vertrag gekündigt werden. Darum musst du dich selbst aber gar nicht kümmern, denn seit dem 1. Januar 2021 gilt: Beim Wechsel der Krankenkasse übernimmt die neue Versicherung die Abwicklung der Kündigung. Dazu kannst du den Krankenkassen-Wechselservice nutzen. Wende dich dazu einfach direkt an die gewünschte Krankenversicherung, um alles in die Wege zu leiten. Meist geht das ganz unkompliziert online.

Falls du die Kündigung selbst auf den Weg bringen möchtest, solltest du das schriftlich tun. Du musst die Kündigung der Krankenkasse nicht zwingend per Post verschicken, aber es ist sinnvoll – am besten per Einschreiben. Dadurch hast du einen Nachweis darüber, dass du rechtzeitig deine Krankenkasse gekündigt hast.

Das Kündigungsschreiben für die Krankenkasse sollte dann alle wichtigen Informationen enthalten: Es muss klar sein, zu welchem Zeitpunkt du kündigst, außerdem muss das Schreiben alle nötigen Angaben beinhalten, damit die Versicherung dich eindeutig zuordnen kann. Nicht fehlen dürfen also dein Name und deine Adresse. Nenne auch die Versichertennummer.

Wenn du möchtest, kannst du die Krankenkasse um eine schriftliche Bestätigung bitten. Du kannst auch ergänzen, dass du nicht zwecks Kund/innenrückgewinnung kontaktiert werden möchtest.

Kündigungsschreiben Krankenkasse: Beispiele

Die Kündigung der Krankenkasse erfordert nur wenige Sätze – entscheidend ist nur, dass alle relevanten Informationen enthalten sind. Wie ein solches Kündigungsschreiben klingen könnte, zeigen dir die folgenden beiden Beispiele.

Kündigung Krankenkasse: Beispiel 1

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit kündige ich meine Mitgliedschaft bei Ihnen zum TT.MM.JJJJ. Bitte senden Sie mir eine schriftliche Kündigungsbestätigung unter Angabe des Beendigungszeitpunkts zu.

Bitte sehen Sie von Rückgewinnungsversuchen jeder Art ab.

Mit freundlichen Grüßen

Max Mustermann

Kündigung Krankenkasse: Beispiel 2

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit kündige ich meine Mitgliedschaft bei der Muster-Krankenkasse zum nächstmöglichen Zeitpunkt. Meinen Berechnungen zufolge ist dies der TT.MM.JJJJ.

Ich bitte Sie um eine Bestätigung der Kündigung. Einen Versicherungsnachweis meiner neuen Krankenversicherung sende ich Ihnen zu.

Freundliche Grüße

Susanne Mustermann